Messer und das Messergesetz aus Deutschland

Schon bereits seit über hunderten von Jahren werden zahlreiche Messer, Kochmesser und Küchenmesser in Deutschland und zwar in der Stadt Solingen hergestellt.

Henckels, Victorinox und Wüsthof waren bisher die Vorreiter der Hersteller. Wüsthof ist ein Familienunternehmen und wird schon seit mehreren Generationen von der Familie geführt. Die deutsche Marke Henckels, heißt heute Zwilling und ist ein Mischkonzern mit einer Vielzahl von Unternehmen.

In Deutschland hergestellte Küchenmesser gibt es in den verschiedensten Ausführungen, von günstig bis teuer. Im Durchschnitt haben die Klingen aus Solingen einen Schnittwinkel von 14 Grad bis 22 Grad. Die sogenannte Härte des “Rockwell” liegt bei den Küchenmessern von 56 bis 58 und gilt als das Maß für Haltbarkeit und Festigkeit.

Messergesetz in Deutschland: Scharfe Werkzeuge gelten hier als Messer und sogar als Waffe!

Das Besitzen eines Messers ist heute ganz normal und für viele Menschen auch nichts illegales, weswegen die Messer auch oft bei sich am Körper getragen werden. Jedoch kann das Tragen von einem Messer im Ausland auch zu ernsthaften Problemen führen, da Messer in Manchen Ländern als bösartige Waffe gesehen bzw. eingestuft wird.

 

Klappmesser, Taschenmesser & Co: Achtung bei Reisen

Um bei Reisen außerhalb Deutschlands nicht in Probleme zu geraten, sollte man vor Reiseantritt sich genauestens darüber informieren, welche Messerklingen und Klingengrößen bei zum Beispiel Taschenmesser erlaubt sind oder ob das Tragen eines Taschenmessers zum Beispiel am Gürtel zu wirklich ernsthaften Problemen führen könnte. Denn in Zeiten des Terrorismus und von Anschlägen ist ein Messer lange schon nicht mehr nur ein harmloses Werkzeug für Camping, Outdoor oder den Ausflug im Wald..

Viele Webseiten bieten hierzu ausreichend Informationen, um Reisende davor zu bewahren. Meist gelten in Europa sehr ähnliche Regeln und Gesetze, jedoch hat jedes Land kleine Bestimmungen, die für die Messertragenden zur Falle werden könnten.

Denn Gesetze sind zwischen den vielen Ländern in Europa sehr unterschiedlich, da die Länder sich wie von Staat zu Staat, vergleichbar wie in Amerika, unterscheiden. Und auch Messer ist nicht gleich Messer, allein die Klinge in ihrer Formung und Schärfe kann schon dutzende verschiedene Ausprägungen haben.

Ein gutes Beispiel hierfür sind kleine Messer passend für die Tasche, welche man im Land Frankreich, in einem Kiosk, in einer Tankstelle oder sogar Tabakladen für etwas Kleingeld kaufen kann. Dieses kleine Taschenmesser, die auch sehr harmlos erscheinen, können Menschen in Deutschland, Schweiz oder Belgien sehr schnell hinter schwedischen Gardinen (Gefängnis) bringen.

 

Hintergründe: Angriffe mit Messer häufen sich

Das in Deutschland festgesetzte Waffen- und Messergesetz wurde bereits im Jahre 2003 genauer angepasst und sozusagen verschärft.

Eine Verstärkung der Gesetzmäßigkeiten war eine motivierte und politische Reaktion welches auf Amokläufe und Terroranschläge zurückführt. Vor einigen Jahren waren Angriffe mit einem Messer noch gar kein diskussionsreifes Thema. Jedoch sind in den letzten Jahren sehr viele Menschen durch Messerattacken oder Messerstiche ums Leben gekommen, wodurch sich die Messergesetze sehr verschärft wurden.

Die neuen Gesetze haben aber auch dazu geführt, dass viele Messerliebhaber und Messersammler ins dunkle Licht geführt wurden und viele  Messertypen wurden in Deutschland auch komplett untersagt – das bei sich tragen und sogar der Besitz. Und viele Messertypen wurden ab einer bestimmten Größe oder der Länge der Klingen als verbotene Waffe eingestuft.

 

Deutsche Waffen- und Messergesetze:

Das Waffenrecht in Deutschland ist ausgesprochen vielschichtig und für nicht Juristen beinahe schleierhaft.

Die überwiegenden Zahlen der Messertypen sind eigenen Vorgaben ausgesetzt worden, welches zu einer weiteren Erschwernis der Menge von neuen Gesetzen führte.

Der generelle Kontext des Messergesetzes in Deutschland wird durch drei Gruppen definiert:

  1. Messertypen, die gänzlich nicht erlaubt sind
  2. Messer, die im rechtmäßigem Eigentum sein könnten, allerdings nie in der Öffentlichkeit getragen werden
  3. Messer, die im rechtmäßigem Eigentum sind sowie in der Öffentlichkeit getragen werden können

 

Welche Messertypen sind in Deutschland verboten?

Jegliche Spring- und Klappmessern sind in Deutschland strengstens untersagt.

Versuchen Sie nie ein Spring- und Klappmesser nach Deutschland zu importieren oder mit über die Grenze zu tragen, ohne eine schriftliche Genehmigung von den Behörden bei zu haben. Es hilft Ihnen auch nicht die eingeführten Spring- und Klappmesser in einer verschlossenen Packung zu lagern – nach dem Motto “Hier entstehen keinerlei Verletzungsgefahren…“.

 

Marken spielen keine Rolle bei der Legalität

Auch der Besitz von Butterflymessern oder Butterflyartigen Messern wird heute in Deutschland als eine Straftat gesehen, welches dem rechtmäßigem Besitzer eine hohe Geldstrafe oder bis zu 1 Jahr Gefängnis bringen kann. Es gibt zudem einige Verbote für automatische Messer, welches die Klinge an der Seite auswerfen kann. Wenn diese automatischen Messer eine Klingenlänge länger als genau 8,5 cm besitzen bzw. überschreiten oder die Klingen aus mehr als einer geschärften Kante bestehen.

Als verboten eingestuft wurden neuerdings auch Messer mit kleineren Klingen, welche man am Körper, genauer gesagt an Gürtelschnallen trägt (Survival Messer) oder sogar in der Brieftasche getarnt als Kreditkarte trägt – diese nennt man auch Kreditkartenmesser.

Diese Messer sind zusammenklappbar, welches zusammengeklappt am Ende 1 zu 1 wie eine Kreditkarte aussieht. Das perfekte Zubehör outdoor und unterwegs.

Zudem existieren sogar Messertypen, welche legal im Besitz sind allerdings aber gesetzeswidrig für den Import nach Deutschland sind, diese dürfte man erst recht nicht in der Öffentlichkeit z.B. an einem Gürtel tragen. Leider ist macht das auch laut deutschen Recht, keinen großen Unterschied, wenn man das als verboten eingestufte Messer verdeckt bei sich trägt.

 

Weitere wichtige Punkte über den legalen Besitz eines Messers:

Bestimmte Messertypen, welche legales Eigentum und Zubehör  sein dürfen, jedoch leider nicht in der Öffentlichkeit getragen werden darf sind:

  • Feste Messerklingen mit mehr als einer geschärften Kante sowie in beliebiger Größe, dies gilt zudem auch für Küchenmesser
  • Feste Messerklingen mit Klingenlängen über 12cm
  • Jedes Messer mit Klingenverschlüsse, welche man mit einer Hand öffnen kann
  • Halbautomatische Messern in alle Größen,  mit eingebauten Klingensperren
  • Automatische Messer mit einer scharfen Kante und eine Klingenlängen bis zu 8,5cm plus
  • Äxte, Schwerter, Dolche in allen Größen
  • Karambitmesser oder Einhandmesser in allen Größen

 

Das gute alte Schweizer Taschenmesser hat seine Alleinstellung eingebüßt

Die bereits oben aufgelisteten Messer können jedoch dem Recht entsprechend in einer abgeschlossenen Box oder Koffer sowie Aktenkoffer verstaut, bei sich getragen bzw. transportiert werden.

Der Besitzer des Messers, auch Messerhalter genannt, ist jedoch verpflichtet, dass andere Personen keinen direkten Zutritt zu den abgeschlossenen bzw. vertauten Messern hat.

Verbotene Waffen und Messer, welche man im Auto verstaut hat, sind laut Deutschem Gesetz, als Eigentum des Fahrzeughalters festgesetzt, jedoch gilt das nicht für den Insassen, welches eine verbotene Waffen und Messer mit sich trägt – der Insasse wird als  Eigentümer dann gesehen. Wenn das Fahrzeug gemietet wurde wie zum Beispiel ein Mietwagen oder ein Taxi, so muss der Fahrer des gemieteten Wagens dafür haften.

 

Waffengesetz für Kochmesser und Küchenmesser:

Seit 2003 wurde von der Regierung als verboten beschlossen, Messer und Kampfmesser mit feststehenden Klingen, die länger als 12cm sind, bei sich bzw. in der Öffentlichkeit mit zu führen. Auch sind Butterflymesser seit 2003 verboten, dies gilt nicht nur für den Kauf sondern auch für den Besitz sowie für das Tragen eines Butterfly in der Öffentlichkeit. Grund für solch eine Verschärfung des deutschen Gesetzes waren Straftäter die z.B. bei körperlichen Auseinandersetzungen, Messer eingesetzt haben.

Als Berufskoch hat man aber etwas Glück! Denn Berufsköchen ist es erlaubt, derartige Messer, auch mit einer Klingenlänge von über 12cm, bei sich zu führen. Für Hobby- und auch für Profiköche, welche scharfe Koch- und Küchenmesser transportieren möchten, ist das transportieren von großen und langen Messern etwas eingeschränkter. Es sei denn diese Hobbyköche transportieren ihre Kochmesser für Profis, welches für eine Hobbyausführung vorgesehen ist, in einer verschlossenen Box, Koffer oder Aktenkoffer.

Allerdings gelten diese Regeln und Gesetze nicht für einen Transport in einem Koffer welches am Ende im Flugzeug landet!

Hierfür sollte man sich, vor Reiseantritt, sich mit den Fluggesellschaften in Verbindung setzen und sich genauestens informieren, welche Bedingungen es gibt um reibungslos ein Kochmesser oder Küchenmesser im Reisekoffer zu transportieren. Da die Koffer alle durch gewisse Scanner geschoben werden und die Zollbeamten stets Ausschau nach Waffen halten.

Gewisse Verstöße könnten bis zu 10.000 Euro Bußgeld kosten!

Einen geeigneten Koffer, für einen Reibungslosen Transport eines Kochmesser, Küchenmessers oder normalen Messers, ist zum Beispiel der abschließbare Messerkoffer “P-28 type301 von der Marke Chroma.

Jedoch wurde ein Thema von der deutschen Regierung noch nicht ganz klar geregelt: Wie man in Zukunft die Koch- und Küchenmesser vom Ladenlokal ordnungsgemäß nach Hause transportieren muss – oder man bestellt einfach im Online-Shop ein gutes Messer oder Kochmesser.

Abgeordnete Gabriele Fograscher schrieb:

„Ihr Küchenmesser ist, wenn Sie es als Zubehör für die Zubereitung von Speisen benutzen, ein Werkzeug und diese Nutzung ist allgemein anerkannt (sozial adäquat).. Setzen Sie es ein, um eine Person zu verletzen, so handelt es sich um eine Waffe.“

Quelle: https://www.gourmet-report.de/artikel/15580/waffenrecht-und-kuechenmesser/

Das Resultat: Man dürfte also die erworbenen Koch- und Küchenmesser in einer Tüte verstauen und diese nach Hause transportieren. Bei einer zufälligen Kontrolle sollte man jedoch einen Nachweis des Kaufs der Artikel dabei haben.







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