Webdesign als Erfolgsfaktor

  • Über Geschmack lässt sich nicht streiten, oder doch – und wie ist es bei einem Thema wie dem Webdesign?
  • Gibt es objektive Maßstäbe, mit denen man die Optik einer Webseite als „gut“ oder „schlecht“ bewerten kann?
  • Oder ist alles eine Sache der persönlichen Betrachtung?

Webdesign als Erfolgsfaktor

Jeder ist schon einmal mit einem kurzen Klick auf einer Webseite gelandet, bei der ein spontanes „Wow“ über die Lippen kam: Eine großflächige Slideshow mit tollen Motiven.

Ein ungewöhnlicher Aha-Effekt.

Ein etwas anderer Aufbau abseits des Altbekannten. Bei mindestens genauso vielen Webadressen sieht es jedoch genau andersherum aus, erinnert deren Anblick doch eher an Internet 1.0 aus den tiefsten 90iger-Jahren.

Keine Frage, dass diese nicht unbedingt eine Webseite auf dem neuesten Stand ist und dringend eines kleinen Faceliftings, wenn nicht eines umfassenden Relaunchs – wie es in Fachkreisen der Internetdienstleister heißt –  bedarf.

Zeitgeist, Mode und vor allem technischer Fortschritt machen auch vor Internetseiten nicht Halt.

Bildquelle: Innovatives Webdesign aus Düsseldorf | Echtzeit GmbH & Co. KG

 

Online-Erfolg: Gut oder schlecht ist keine alleine Frage der Ästhetik

  • webdesignDoch ist die erstere Webseite wirklich eine bessere, gibt es nicht auch vielleicht dort mehr Schein als Sein?
  • Und ist das Webdesign wirklich gelungen, nur weil es „schön“ ist?

Nein, modernes Webdesign ist nicht nur eine Frage der Ästhetik, sondern vor allem der Funktionalität. Für einen Webseitenbesucher ist es vor allem „schön“, wenn er rasch findet, was er sucht. Denn er ist nicht zum Staunen und Bewundern auf der Webseite – es sei denn es handelt sich um eine ausgewiesene Bilder- oder Videoplattform – sondern, weil er ein Ziel verfolgt: In einem Online-Shop geht es um das richtige Produkt und den Kauf.

In einem Blog vielleicht um Information oder Unterhaltung. In einem Vergleichsportal um die Gegenüberstellung von Strompreisen oder Telefongebühren.

Der Internetuser also will etwas finden, kaufen, einen Newsletter abonnieren, sich registrieren oder Antworten erhalten.

Schöne“ Webseiten sind damit diejenigen, die dabei helfen – und genau das ist ein Kernthema heutigen Webdesigns. Denn auch Webseitenbetreiber haben speziell dies im Blick.

Es geht um das alles Entscheidende: Die Konversion! Die gewünschte Handlung, die der User wenn möglich ausführen soll: Kaufen, Bestellen, Abonnieren, Registrieren.

 

Schlüsselrollen im Webdesign spielen beispielsweise:

  • Eine intuitive Navigation, die dem User den Weg weist und es ihm einfach macht, sich zurechtzufinden: Orientierung als A und O.
  • Trust-Elemente, wie Prüf-Siegel oder Bewertungen gerade in Shops, die Vertrauen schaffen und Seriosität ausdrücken
  • Testimonials oder die Meinungen anderer Nutzer
  • In Online-Shops vor allem ein stringenter Kaufprozess: von Merkzettel und Wunschliste über den Warenkorb bis zum Bestellablauf.
  • aussagekräftige Produktdarstellungen in Bild und Text sowie überzeugende Artikulation von (Kauf-) Vorteilen und USPs (Unique-Selling-Points)

 

Web- und Grafikdesign: zwei Seiten einer Medaille?

Web- und GrafikdesignWebdesign hat somit eine grundlegend andere Ausrichtung als allgemeines Grafikdesign: Die Gestaltung von Broschüren, Printanzeigen oder Imagekampagnen unterliegt einer gänzlich anderen Logik als das Design von Webseiten, Online-Shops und speziellen Landingpages. Dennoch können und sollten beide Bereich aufeinander abgestimmt sein.

Das beinhaltet beispielsweise wiederkehrende und wiederaufgegriffene Motive, eine einheitliche Bildsprache und natürlich die durchgehende Verwendung des definierten Corporate Designs, wie z.B. Logos oder Farben.

Im Idealfall führen Anzeigen & Co interessierte Nutzer auf die Webseite eines Unternehmens – dort muss dann durchdachtes Webdesign greifen, um Besucher und Interessierte letzten Endes zu Kunden und Käufern zu machen.

Ob eine Webseite also gefällt oder nicht, liegt weiterhin im Auge des Betrachters – und das durchaus subjektiv. Webseiten sind jedoch dann gut, wenn sie nicht nur gefallen, sondern erfolgreich sind bzw. erfolgreich performen.

Bilderquelle: Echtzeit GmbH & Co. KG

 

Was bedeutet Webseitenperformance – und was kann durchdachtes Design dazu beitragen?

Hier spricht man von Performance und den berüchtigten KPIs (Key-Performance-Indickatoren).

Webseitenperformance

Das meint nicht nur den sogenannten Seiten-Speed, also wie schnell eine Seite lädt, sondern auch allgemeiner die Leistung mit Blick auf das Besucherverhalten:

  • Wie viele Besucher kommen (Traffic)
  • wie lange hält sich ein Nutzer auf (Verweildauer)
  • wie und wo klickt er (Klickraten)
  • wo springt er ab (Bounce-Rate/ Absprungrate)
  • und kommt er nochmal zurück (Returning Visitors)?
  • Und das vielleicht Wichtigste: kommt es überhaupt zur gewünschten Konversion (wie einen Download, einen Bestellvorgang oder eine Registrierung)?

Durchdachtes Design ist nicht nur maßgeblich dafür (mit-)verantwortlich, wie die Performance aussieht und sich entwickelt. Es muss zudem immer darauf eingehen, den Webauftritt für User und ihre Wünsche/Bedürfnisse so kompatibel wie möglich zu machen – um z.B. die Verweildauer zu optimieren oder die Absprungraten zu reduzieren bzw. vor allem die Konversion im Blick zu behalten.

Das Webdesign stellt bei all dem – nicht die einzige aber – eine gehörige Stellschraube dar, an der es sich mitunter lohnt, kräftig zu drehen.

Mit A/B-Tests lässt sich hier viel experimentieren, optimieren und die bestmögliche Lösung eruieren. Schon kleine Änderungen können manchmal gehörige Wirkung haben.

Bildquelle: Google Webmaster-Tools

 

Zusammenfassung

Schön oder nicht schön – das ist bei Design im Internet eben NICHT die Frage.

Zumindest nicht die einzige Kategorie, in der es zu denken gilt. Schönheit und der Grad an Ästhetik lassen sich ohnehin nicht messen.

Ob eine Webseite erfolgreich ist/„performt“ und was Webdesign dazu beitragen kann – das ist es, worauf es letztlich ankommt.

Comments are closed.